Die Mäusegruppe

home Ab dem 01. August 2008 sind wir nicht nur anzahlmäßig die Kleinste, sondern auch die jüngste Gruppe unserer Einrichtung, denn das neue KiBiz-Gesetz ist in Kraft getreten.
Wir, dass sind zwei Erzieherinnen (Claudia und Silke) mit 11 Kindern unter 3 Jahren.
Obwohl wir den Grundstein für das Leben in der Gemeinschaft legen, sei es in einer unserer Kiga-Gruppen, oder später in der Schule, stellen wir oft fest, dass die meisten Eltern nur wenig über unseren täglichen Alltag und der pädagogischen Arbeit mit Kleinkindern erfahren und wissen.
Kinder in den ersten drei Lebensjahren verfügen über die höchste Lernbereitschaft und Lernfähigkeit. Denn schon in jedem Säugling steckt der Drang die Welt zu erobern, erst im ganz Kleinen, später im immer größeren Radius.
Alles zielt darauf hin sich weiter zu entwickeln und immer mehr selbst zu können.
Diesen Forscher- und Entdeckungsdrang machen wir uns zu Nutze und stellen den Kleinstkindern eine für ihre Bedürfnisse entgegenkommende räumlich-materielle Umwelt zur Verfügung.

Hier können ganzheitliche Spiel- und Lernangebote umgesetzt, sowie vielfältige Sinneseindrücke miteinander verknüpft werden. Unsere Arbeit basiert auf drei Hauptschwerpunkten, dass sind Musik, Bewegung und Sinneswahrnehmung, denn eines steht immer in Verbindung mit den anderen Beiden. Alle drei zusammen sind der Motor für die Lust am Lernen und stark förderlich für die Entwicklung der Sprache.

So steht im Gruppenraum z.B. ein Regal mit einigen Holzkisten, in denen sich selbstgebaute Rasseldosen, Klangflaschen, unterschiedlichen Regenmacher (Holz, Plastik, Hartpappe) Klanghölzer, Holzröhrentrommel, Holzrasseleier, Xylophone, Trommeln und die Lieblingsinstrumente der Kinder verschieden klingende Armbandschellen, befinden. Davor liegt ein Teppich, der von zwei Kuschelmatratzen in L-Form gelegt, umrandet wird.

Das Ganze lädt zum Zuschauen, Verweilen und Ausruhen ein. Oft werden von den Kindern die farbenfrohen Bewegungsbausteine dazu geholt. So entsteht eine Kombination aus Musik, Bewegung und sogar Rollenspielen. Je jünger die Kinder sind, desto stärker erleben sie die Musik körperlich durch Bewegung. Zum Einsatz kommt dabei auch der CD-Spieler mit einer umfangreichen CD-Auswahl, der uns auch in unseren musikalischen Spielrunden begleitet.

Die Motorik wird in allen drei zur Verfügung stehenden Räumen gefördert. So hängen zwei Stoffsitzschaukeln im Raum, es gibt ein Schaukelpferd, ein Schaukelmond, ein Holzlaufrad, ein Hüpfpferd, zwei Hüpfbälle, sowie eine zweite Ebene mit drei Stufen, einer Rutsche und zwei Hüpfmatratzen. Doch um das Ganze noch zu optimieren und auch den Jüngsten die gesamte Kita näher zu bringen, geht es jeden Donnerstag für 30 Minuten zu den „Großen“ nach oben in die Turnhalle.

Im Vordergrund steht hier das Ausprobieren, das Experimentieren mit den unterschiedlichsten Turngeräten, aber auch Spaß und Freude am eigenständigen Tun.

Es ist verblüffend, wie schnell Kinder ihre Bewegungsabläufe festigen, neue hinzulernen, Sicherheit gewinnen, ihre eigenen Grenzen einschätzen können, sowie ihr Selbstbewusstsein stärken. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Bewegen und Turnen im Freien. Fast täglich nutzen wir, auch in kalter Jahreszeit unser Außengelände. Um ihren Bewegungsdrang zu befriedigen, holen sich die meisten Kinder zu Anfang ein Fahrzeug, wie z.B. ein Bobbycar, Laufrad, Dreirad, ein Roller usw.

Nach einiger Zeit wird das Fahrzeug abgestellt und es geht auf Entdeckungstour durch den Garten. Hier reichen schon wenige Impulse, denn die Natur schenkt uns reichliche Sinneserfahrungen. Das sind Sand, Blätter, Stöcke, Krabbeltiere, Regenwasser gesammelt in aufgestellten Töpfen usw. um nur einige zu nennen. Auch in den nahe gelegenen „Zauberwald“ wandern wir ausgerüstet mit Boller- und Kinderwagen, manchmal auch mit Eimern und Schüppen, ein bis zweimal im Monat. Im nächsten Jahr (2009) wird so ein Waldspaziergang öfter stattfinden, da wir dann kleine Projekte für und mit den Kindern durchführen wollen – da heißt es Jahreszeiten ganzheitlich erleben.

Die Sinneswahrnehmung im Gruppenalltag kommt bei uns auch nicht zu kurz. Ein ehemaliges Kunststoffmatschbecken ist mit Korken und Kastanien gefüllt. Die Kinder setzen sich hinein, baden, strampeln oder stecken und schütten die Teile in große Plastikflaschen. Diese Sachen werden auch in der Puppenecke zum Kochen verwendet, wo es ebenfalls Dosen zum Schrauben, Flaschen, Kannen zum schütten gibt. Daneben befindet sich eine Tastwand. In der Kuschelecke gibt es einen Schlauch mit Kuscheltieren, einen mit Massagematerial, eine Kiste mit Leder, Fell und Filz, einen Reifen mit bunten Lichtern, Federn und Bällen. Bälle aus Gummi, Plastik sowie Filz liegen in einem Korb, um in ein langes, bunt beklebtes Teppichrohr gesteckt zu werden.

Den Kindern stehen auch Baumstämme, Kartons und Decken zur freien Verfügung. In verschiedenen Ecken des Raumes hängen Spiegel und Fotos der Kinder in Bilderrahmen, die zum häufigen Betrachten einladen und so für die visuelle Selbstwahrnehmung von Bedeutung sind. Im beheizbaren Waschraum stellen wir in home Abständen ein Wasserbecken mit Schütt- und Spritzmaterialien auf. Um der taktilen Wahrnehmung, der Feinmotorik, der Phantasie und Kreativität der Kleinkinder genügend Raum zu geben, gestalteten wir die Malecke völlig um. Der Fußboden ist mit Wachstuch abgeklebt. Zwei flache podestähnliche Tische können von den Kindern zum Kneten, Kleistern, Malen mit Wachsmalstiften oder Fingermalfarbe genutzt werden. Ein Malfenster, indem sich zwei Kinder z.B. beim Fingermalen beobachten können, befindet sich ebenfalls in diesem Bereich. Vorgesehen ist auch eine Plexiglasscheibe an der Wand. Das gibt bestimmt eine Menge Mal – und Matschspass!

Hier nun unser Tagesablauf mit festen Fixpunkten, der aber auch eine freie situationsabhängige Planung und Umstrukturierung in bestimmten Zeiträumen erlaubt.

7.00 – 7.45 Uhr Bringphase und gemeinsames Treffen in der Kindergartengruppe. home
7.45 – 8.15 Uhr Wechsel in die Mäusegruppe Gemeinsame Vorbereitung des gleitenden Frühstücks(z.B. Tischdecken durch die Kinder).
8.15 – 9.15 Uhr Das gleitende Frühstück und Freispiel
9.15 – 9.30 Uhr Singen unseres Guten Morgen Liedes als Einleitung zur freiwählbaren musikalischen Runde mit Kreis – Finger - Singspielen
9.30 – 10.30 Uhr Begleitendes angeleitetes Spiel mit wechselnden Angeboten aus allen Bildungsbereichen für Kleinkinder Zwischenmahlzeit mit Obst
10.30 – 11.20 Uhr home Spielaufenthalt auf dem Außengelände oder Spaziergänge z.B. in den Wald oder auf den Siedlungsspielplatz
11.30 – 12.00 Uhr Mittagessen im Bistro
12.00 – 12.15 Uhr Zähneputzen und Toilettengang
12.15 – 12.30 Uhr Wickeln und erstes selbstständiges Aus- und Anziehen der Schlafkleidung
12.30 – 13.45 Uhr Wir gehen Schlafen in unseren Schlafhöhlen, in Körbchen oder auf die Matratze Kinder die nicht mehr schlafen, machen eine 30 bis 45 Minuten dauernde Entspannungsrunde auf Matratzen mit Geschichten, leiser Musik, Massage
home 13.45 – 14.00 Uhr Nachmittagsrunde (kleiner Snack, meist bestehend aus Joghurt, Quark, Pudding, Obst, Zwieback und Knäckebrot)
ab 14.00 Die Abholphase beginnt

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Letzte Änderung am 06.11.2018

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