Der Rollenspielraum

Im Vorschulalter lieben die Kinder das so genannte „Rollenspiel“. Die übernommenen Rollen stammen meist aus ihrer Erlebnis- und Erfahrungswelt, manchmal auch aus ihrer Phantasie, aus Fernsehsendungen, Märchen oder Bilderbüchern.

Dieses Spiel hilft dem Kind, sich langsam in die Welt der Erwachsenen einzuspielen. Hier darf es Rollen übernehmen, die ihm in der Realität aufgrund seiner begrenzten Fähigkeiten noch verschlossen sind. Es lernt, sich in andere Menschen hineinzuversetzen, sich ihnen mitzuteilen, sich ohne Angst unterzuordnen oder zu bestimmen, soziale Verhaltensweisen einzuüben und Lösungen für Probleme oder seelische Konflikte in der Rolle eines anderen auszuprobieren.

In unserem Rollenspielraum

Die Kinder müssen zum Rollenspiel kaum motiviert werden. Hier finden sie vielfältige Spiel- und Verkleidungsmaterialien zum Nachspielen von Alltagssituationen, Berufen und Abenteuerszenen. Für das klassische Mutter-Vater–Kind–Spiel stehen ihnen zwei geschützte und voneinander abgegrenzte Bereiche zur Verfügung. Teeservice, Bilder, Kleidung und kleine Requisiten sorgen dafür, dass auch Kinder anderer Kulturen zum Nachspielen häuslicher Szenen angeregt werden. Naturmaterialien wie Stöcke, Blätter, Steine und ähnliches dürfen die Kinder mit in den Rollenspielraum bringen und für ihr Spiel verwenden.

Ein großer Spielbereich wird je nach Interessen und Themen der Kinder flexibel ausgestattet und gestaltet. Unser Requisitenraum beherbergt mittlerweile eine große Auswahl der unterschiedlichsten phantasievollen Spielmaterialien. Eine Schminkecke im Rollenspielraum gewährleistet, dass das Outfit immer stimmt! Kasperltheater , Puppenstuben, Ritterburgen usw. werden abwechselnd eingesetzt, damit die Kinder die Möglichkeit haben, den kleinen Figuren Leben einzuhauchen und sie stellvertretend für sich verschiedene Rollen einnehmen und Abenteuer erleben zu lassen. Die Kinder können ihre Spielthemen und Spielpartner frei wählen. Spiele mit sehr vielen Teilnehmern werden auf die Flure oder auf das Außengelände ausgedehnt.

Theaterprojekte

Theaterprojekte finden in allen vier Gruppen (auch bei den kleinen Mäusen!) meistens im Gruppenverband statt und orientieren sich inhaltlich an dominierenden Gruppenthemen, Jahreszeiten, Festen oder ähnlichem. Die Theaterprojekte unterscheiden sich vom dynamischen, vielfach parallellaufenden und eher ungeplanten täglichem Spiel im Rollenspielraum dadurch, dass es sich um einstudierte Stücke mit festen Rollen, Abläufen und Texten handelt.

An diesen Projekten nehmen fast immer alle Kinder der Gruppe teil. Je nach Wunsch, Interesse oder Fähigkeiten übernehmen sie Hauptrollen, Nebenrollen oder sind lieber Statisten. Am Ende stehen immer eine oder mehrere Aufführungen für die Kinder der anderen Gruppen und/oder die Eltern.

Die Theaterprojekte fördern - neben vielen anderen Elementen - ganz intensiv das Gruppengefühl, das in unserem Konzept als Gegenpol zum gruppenübergreifenden Spiel ein wichtiger Baustein ist.

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Letzte Änderung am 06.11.2018

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