StartseiteFachberichtQualitätsentwicklung

Im Jahr 2001 hat die Kita Einstein an einer externen Einschätzung ihrer pädagogischen Qualität mit der „Kindergarten-Einschätzskala (KES) teilgenommen. Obwohl wir mit dem Ergebnis schon sehr zufrieden sein konnten, entschieden wir uns, die einzelnen Qualitätsbereiche der KES noch einmal anzusehen und Schritte für eine erfolgreiche Qualitätsverbesserung einzuleiten. Ein mittelfristiges Ergebnis war die Einführung der Offenen Arbeit. In den Diskussionen um eine „gute Qualität" wurde deutlich, dass die Zusammenlegung von Spielbereichen zu einer enormen Verbesserung der Qualität der Ausstattung und der Vielfältigkeit von Materialien führen kann. Das Ergebnis ist auf unserer Website ja sehr anschaulich wiedergegeben.

Die regelmäßige Selbstevaluation in allen pädagogischen Bereichen wird ergänzt um eine Gesamtevaluation, die die gesamte Einrichtung in den Blick nimmt.

Im Kindergartenjahr 2004/05 wird hierzu die revidierte Ausgabe der Kindergarten-Einschätzskala, die „KES-R" herangezogen.

Alle städtischen Kitas haben sich an einem kontinuierlichen Qualitätsentwicklungsprozess beteiligt. Ziel war u.a. die Erstellung eines Handbuches, in dem Konzeption, die Arbeitsabläufe und die individuelle Ausgestaltung jeder Kita dokumentiert ist. Dieses Handbuch ist inzwischen weitgehend fertiggestellt und dokumentiert in jeder städtischen Kita den aktuellen Stand der Qualitätsentwicklung und die eigene pädagogische Qualität.

Unter Stichworten wie „Christliche Religion in städtischen Kitas", „Elemente aus der Waldorf-, Reggio-, Montessori- und Waldpädagogik in der pädagogischen Arbeit", „Zusammenarbeit mit Eltern", „Das letzte Jahr in der Kita", „Bildung in der Kita", „Sprachförderung", „Pädagogische Planung" sind Standards für die pädagogische Arbeit aufgestellt worden, an denen sich die städtischen Kitas messen lassen wollen. Damit dies auch fortlaufend gelingt, wird in einem „Qualitätskreis" regelmäßig jeder Qualitätsbereich überprüft, eine neue Zielvereinbarung getroffen und eine neuerliche Ergebnissicherung vorgenommen.

Grundlage der pädagogischen Arbeit und Orientierungsrahmen ist „Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein nationaler Kriterienkatalog", ein Ergebnis der „Nationalen Qualitätsinitiative", die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Kinder maßgeblich gefördert wird. Die in dieser Initiative entwickelten Selbstevaluationsmaterialien unterstützen uns in einem Prozess stetiger Verbesserung.

Das neueste Ergebnis dieser vielfältigen Bemühungen um eine verbesserte Qualität ist ein „Beobachtungsmanagement", das zu Beginn des Kindergartenjahres 2004/05 eingeführt wurde. Hierbei wird „präventiv" sehr genau hingeschaut, ob sich jedes Kind gut entwickelt, damit ggf. Eltern frühzeitig unterstützende Maßnahmen durchführen können. Dazu finden regelmäßig Gespräche mit Eltern statt, z.B. vor den „U8" und „U9" Untersuchungen.

Das „Bielefelder Screening" , eine Verfahren zur Feststellung des Risikos der Entwicklung einer Lese-Rechtschreib-Schwäche" gehört ebenso zum Beobachtungsmanagement wie „SISMIK" (Sprachverhalten und Interesse an Sprache bei Migrantenkindern in Kindertageseinrichtungen).

Die in allen Aktionsbereichen der Einrichtung vorhandenen Beobachtungsbögen für jedes Kind sind Bestandteile des „Schulfähigkeitsprofils", das vom Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes NRW als Orientierung für die Verzahnung von Kindergarten und Grundschule herausgegeben wurde.

Jährlich finden 1-2 Entwicklungsgespräche mit den Eltern alle Kinder statt, denen eine zuvor angefertigte und auf Grundlage des Schulfähigkeitsprofils und der Bildungsvereinbarungen NRW erstellte Entwicklungsdokumentation zu Grunde liegt.

Die „Bildungsbeobachtung" hat ebenso ihren Platz in unserer Einrichtung. Für jedes Kind ist ein „Portfolio", ein eigener Ordner, angelegt, in dem viele der Bildungsprozesse und Bildungserfahrungen der Kinder zusammengestellt und am Ende der Kita-Zeit den Kindern und ihren Eltern mitgegeben werden.

Sicherlich war ein Höhepunkt der gemeinsamen Qualitätsentwicklung der städt. Kitas der Teilnahmebeitrag zum Deutschen Jugendhilfepreis zum Thema „Bildung in der Jugendhilfe". Wir haben zwar nicht gewonnen, aber die gemeinsame Überlegung, welche Bildungsbereiche in jeder Kita vorhanden sind, führte zu einer neuen Vergewisserung, wie viele interessante und gute Bildungsbereiche in jeder städt. Kita in Recklinghausen vorhanden sind.

Unser Beitrag war übrigens „Unser Einsteinkonzept", der Beginn unserer Konzeptentwicklung mit Albert Einstein!

Vieles von dem, was sich in unserer Einrichtung und in anderen städt. Kindertageseinrichtungen entwickelt hat, kann man auch an anderer Stelle im Internet nachlesen.

www.kindergartenpaedagogik.de/924.html (KES-Einschätzung)
www.kindergartenpaedagogik.de/949.html (KES-Einschätzung)
www.kindergartenpaedagogik.de/1026.html (Die pädagogische Konzeption)
www.kindergartenpaedagogik.de/1111.html (Sprachförderung)
www.kindergartenpaedagogik.de/1217.html (Beobachtungsmanagement)
www.kindergartenpaedagogik.de/1130.html (Rückenschule für Kinder)
www.kindergartenpaedagogik.de/972.html (Früherkennung von Entwicklungsauffälligkeiten)

 

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