Startseite2006-2009 Themen-Historie2008 - Ich und meine WeltPuppentheaterstück

„In unserer Siedlung“

Aufbau, Ort und Material :

erweiterter Nebenraum des Rollenspielraumes

einen aufgestellten Tunnel mit einem Tuch abspannen

großer Straßenplan im Hintergrund

Zuschauerplätze

Hut, Stock, Regenschirm



Das Puppenspiel beginnt.

Figuren:

Erzähler/in

Kasper

Seppel

Gretel

Mutter

Oma (ältere Frau)



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1.) Einführung
Die Erzählerin sitzt neben der Bühne; die Kinder mit den Puppen versuchen nachzuspielen, was die Erzieherin berichtet.

2.) Kreatives experimentieren
Die Kinder experimentieren mit den Handpuppen und können verschiedene Handlungsvarianten selbst entwickeln.

3.) Aufführung
Das Puppentheaterstück mit interessierten Kindern einüben, um es am Ende des Projektes aufzuführen.

„In unserer Siedlung“

Erz: Eines Tages in unserer Siedlung ist der kleine Kasper auf dem Weg zum Bäcker. Denn, liebe Kinder ihr müsst wissen dass der kleine Kasper jetzt sechs Jahre alt geworden ist und unbedingt alleine zum Bäcker gehen will, um dort fünf Brötchen zu kaufen. Seine Mutter ist mit ihm den ganzen Weg von seinem zu Hause auf dem Geesmannskotten mit der Hausnummer fünf bis zu dem Bäcker auf der Niederstraße insgesamt zweimal abgelaufen. Sie zeigt ihm den gesamten Weg und erklärt ihm welche Straßen er entlang gehen muss.

„Lieber Kasper, du gehst bis ans Ende der Klarastraße, dort gehst du dann links bis zum Ende und kommst an dem großen Spielplatz heraus. Wenn du an dem großen Spielplatz vorbei gegangen bist, kommst du auf den Parkplatz des Fußballplatzes. Dort steht auch die Turnhalle in der du einmal die Woche mit deinen Freunden turnst. Jetzt musst du in Richtung Ortlohstaße gehen, an der Bushaltestelle vorbei und die erste Straße wieder rechts abbiegen, das ist die Niederstraße. So, jetzt bist du fast bei dem Bäcker angekommen.“ Trotzdem ist sich Kasper`s Mutter nicht wirklich sicher, ob er den Weg auch tatsächlich alleine findet. Daher sagt sie zum Kasper:

Mutter: „ Kasper bist du dir auch wirklich sicher den ganzen langen Weg zum Bäcker zu finden! „

Kasper:
„ Ja, Mama wenn ich es doch sage, ich werde das schon schaffen.“

Mutter:
„ Du musst mir aber versprechen nach dem Weg zu fragen, falls du nicht mehr weißt wo du bist. „

Kasper: „ Ja, das mache ich. Ich bin ja schon groß und kenne meine Adresse. Denn die habe ich im Kindergarten gelernt.“

Erz.: Der kleine Kasper macht sich also auf den Weg zum Bäcker. Er geht mal rechts herum und mal links herum, genauso wie es ihm seine Mutter gezeigt hat. Dabei singt er stolz:

Kasper: „Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm und vorwärts, rückwärts, seitwärts, rann.“

Erz.:
Nach einer Weile kommt er an dem Spielplatz vorbei und macht einen kleinen Umweg, denn dort hat er seinen Freund Seppel entdeckt.

Kasper: „Hallo Seppel.“

Seppel: „Hallo Kasper, wo gehst du denn hin? Komm Kasper und spiel mit mir.“

Kasper:
„Nein, nein da wird nichts draus, denn ich muss bei dem Bäcker fünf Brötchen kaufen.“

Seppel:
„Das ist ja toll! Das möchte ich auch mal dürfen. Meine Mama erlaubt mir noch nicht alleine zu gehen. Sie sagt ich bin noch zu klein, aber das stimmt ja gar nicht.“

Erz.: Kasper geht weiter und weiter mal rechts herum, mal links herum und dabei singt er:

Kasper: „Ein Hut, ein…..“

Erz.: Nach einer kleinen Weile kommt der kleine Kasper auf den großen Parkplatz vor dem Fußballplatz und der Turnhalle, in der er mit seinen Freunden turnt. Dort fährt die kleine Gretel vor ihrem Fußballtraining mit dem Fahrrad. Sie sieht den Kasper auf sich zukommen und ruft:

Gretel: „Hallo Kasper! Hast du Lust, mir bei meinem Fußballtraining zuzusehen?“

Kasper: „Nein, nein, da wird nichts draus, denn ich will bei dem Bäcker fünf Brötchen kaufen.“

Erz.: Wieder geht der kleine Kasper mal die Straßen und Wege rechts herum, mal links herum. Er singt dabei:

Kasper: „Ein Hut, ein St…….“

Erz.: Kasper geht weiter und steht auf einmal vor einer Bushaltestelle. Erschrocken sieht er sich um, jetzt weiß er nicht mehr, wo er ist. Er bekommt Angst und fängt an zu zittern, denn an diese Bushaltestelle kann er sich nicht mehr erinnern. Kasper sagt ganz leise:

Kasper: „Herrje, herrje jetzt hab ich mich doch verlaufen.

Erz.: Je, in diesem Augenblick fallen Kasper die Worte seiner Mutter wieder ein. „Versprech mir nach dem Weg zu fragen.“ Und im gleichen Moment sieht er an der Bushaltestelle eine ältere Frau stehen und fragt sie weinerlich:

Kasper: „Guten Tag, ich soll Brötchen kaufen und weiß den Weg nicht mehr. Kannst du mir helfen?“

Oma: „Ach, mein Kleiner, sei nicht traurig, du musst nicht weinen! Der Bäcker ist doch gleich hier um die Ecke.“

Erz.: Die liebe Frau dreht den Kasper um und zeigt ihm die Richtung. Kasper bedankt sich ganz lieb und läuft singend mit frohem Mut auf die Ecke zu.

Kasper: „Ein Hut, ein St……“

Erz.: Beim Bäcker angekommen, steht dann dort. Liebe Kinder ratet mal, Kaspers Mutter. Sie wartet schon gespannt auf ihn. Er geht sofort seine fünf Brötchen holen und darf sich noch zu Belohnung was Leckeres aussuchen. Dann machen sich Kasper und seine Mutter gemeinsam auf den Heimweg und singen dabei:

Mutter:
und
Kasper:
„Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm und vorwärts, rückwärts, seitwärts, rann.“


Susanne Albitz

Kreativität und Phantasie sind ein großer Bestandteil dieses Puppentheaterspieles. Im Spiel mit den Handpuppen, werden die Kinder aufgefordert, ihre Feinmotorik und ihre reale Umgebungswahrnehmung zu sensibilisieren. Durch das Spiel über ihren Kopf hinweg werden die Koordinationsfähigkeit und die Raumorientierung gefördert. Ebenso werden durch die Umsetzung der gehörten Erzählung die Merkfähigkeit und die Konzentrationsfähigkeit ausgebaut.

 

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